2013-11-13. FUNDSTÜCK #2.

Ich zitiere einen Artikel von ›mei,DPA‹ von N24: Die langsamste Briefzustellung aller Zeiten Neun Jahre für 16 Kilometer.

»Die langsamste Briefzustellung aller Zeiten
Neun Jahre für 16 Kilometer

Die Deutsche Post wirbt damit, bei der Briefzustellung schnell zu sein. Doch es gibt Ausnahmen. Wie in diesem Fall in Oberfranken, als der Brief neun Jahre unterwegs war – wegen einer Zahl.

Neun Jahre lang hat ein Brief in Oberfranken bis zu seinem Empfänger in Bayreuth gebraucht. Wie der ›Nordbayerische Kurier‹ berichtete, war das Schreiben 2004 im 16 Kilometer entfernten Himmelkron abgeschickt worden. Erst in den vergangenen Tagen lag er beim Adressaten im Briefkasten. Die Absender – Eltern eines Schülers – wollten damit den Nachhilfeunterricht ihres Sohnes bei einem Institut kündigen. Ein Sprecher der Deutschen Post sagte am Mittwoch in München, man habe keine Erklärung für die lange Zustellzeit: »Das lässt sich nicht mehr nachvollziehen.«

Der Zeitung zufolge hatte der Absender zwar einen Zahlendreher in der Postleitzahl auf dem Kuvert notiert. Doch laut dem Post-Sprecher verzögert sich bei einem solchen Fehler die Zustellung höchstens um drei bis vier Tage. Dass ein Brief jahrelang nicht ankomme, sei ein absoluter Einzelfall, versicherte er. Schließlich transportiere die Post jeden Werktag 64 Millionen Briefe. Das Nachhilfeinstitut hatte 2004 schließlich auch eine Kündigung per Telefon akzeptiert.
13.11.2013 | 19:05 Uhr«

[Quelle, wie auch oben genannt: N24: Die langsamste Briefzustellung aller Zeiten Neun Jahre für 16 Kilometer]>

2013-11-05. MALHEUR #24.

»Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.«

264 Kilometer gilt es noch zurückzulegen. In den ersten 19 Stunden hat sich das Paket höchstens vom Tresen bis zu einem Regal in derselben Postfiliale bewegt, also nicht mehr als ein paar Meter. Schätzen wir mal 20 Meter in 19 Stunden und erhalten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von
0,00105km/h>.

»Das Schneckentempo beträgt etwa 7 cm in der Minute (0,0042 km/h)«

Die Post ist hier ein Viertel so schnell wie eine Weinbergschnecke.

Um der Behauptung gerecht zu werden, das Paket käme am nächsten Werktag an, müßte das Paket zur Uhrzeit des Schreibens von diesem Beitrag schon um ein fünfzigtausendfaches beschleunigen.

ERGÄNZUNG 2013-11-06:

Das Paket ist jetzt seit 28 Stunden unterwegs und hat es bisher nach Hamburg-Altona geschafft. Von meiner Haustür bis dort sind es 2,6 Kilometer, für welche die Post im Augenblicke meines Tippens von diesem Text bisher 28 Stunden braucht:

Das sind nicht einmal 93 Meter pro Stunde, oder in geläufigeren Einheiten:

0,0928km/h>

Sagen Sie mal, Post:

HACKT’S???!!

ERGÄNZUNG 2013-11-06:

Die erste außer-Hamburgische Statusmeldung in der Verfolgung gab es vierunddreißig Stunden, nachdem ich das Paket eingeliefert hatte. 34 Stunden, um die 20 Kilometer über die Stadtgrenze hinweg zu schaffen!! weitere nur 8 Stunden später war das Paket beim Empfänger:

2013-11-01. MALHEUR #23.

Dieses hier wird heißen, daß ein MOHAM.., der irgendwo in 86165 ..* in Deutschland wohnhaft ist, sein DHL-Paket nicht erhalten wird. Zumindest nicht problemlos. Es handelt sich um einen von einem unbekannten Paket halb abgerissenen Paketschein mit Absender und halbem Empfänger, der zufällig an meiner Warensendung (diese wiederum wird in der Geschichte NEUNZEHN erwähnt) kleben blieb.

Ich habe den Absender sofort gegoogelt und eine Hotline angerufen, um den Ärger möglicherweise wenigstens zu verringern. Dort erklärte mir eine von meinem Kümmern offenbar erfreute Dame, daß die DHL in solchen Fällen –pardon: bedauerlichen ›EINZEL‹-Fällen– die Befugnis habe, das Paket zu öffnen und die auch noch einmal im Paket befindliche Adresse zu ermitteln.

Herzlichen Gruß an die sehr freundliche Dame, die sich bei einstimmigem, beidseitigen Seufzen am Telefon über die DHL den Link zu diesem Blog hat diktieren lassen =)