2021-04-05. FREUNDE #56.

Eben erzählte ich einer Freundin von der Benachrichtigungskarte aus MALHEUR #227, die ich eben in meinem Briefkasten fand.

Sie hat sich mal so einen Tisch-Geschirrspüler liefern lassen wollen.

»Benachrichtigung lag am 08.09.2020 im Briefkasten. War den ganzen Tag Zuhause und durfte dann am 09.09 zur Filiale laufen. Da ich kein Auto zur Verfügung hatte durfte ich mir ein Taxi zurück nehmen.

Auf dem Weg zu dieser Filiale gab es mindestens 3 weitere Filialen.«

2021-04-01. FUNDSTÜCK #28.

Na, ich bin wohl nicht allein mit den bedauerlichen Einzelfällen.

DHL, wann ändern Sie endlich Ihre betrieblichen Strukturen dahingehend, daß Ihre Zusteller nicht mehr gezwungen sind, derart zu pfuschen, um iirgendwie das von denen geforderte aber Menschen-unmögliche Tagespensum zu stemmen? An den Zustellern liegt das Problem ja nicht, das sind nur die, die unweigerlich die Arschkarte des Kundenärgers ziehen.

Wie kann bei allem Arbeitschutz, bei aller Produkthaftung und so vielen weiteren Gesetzen zur Erfüllung von Bringschulden aus Verträgen, gegen die Sie, die DHL gefühlt tausendfach stündlich bundesweit verstoßen, Ihre Firma so unbehelligt bleiben?

[gefunden auf Instagram]

2021-03-26. MALHEUR #227.

Am Freitag, den 26.3.21 wurde die Sendung als Einschreiben vom »Last Mile Carrier« angenommen, das ist in diesem Falle ganz simpel die Post.

»EINSCHREIBEN werden in der Regel am Tag nach der Einlieferung zugestellt. Die Deutsche Post AG gewährt allerdings keine Laufzeitgarantie.«

Es hätte also in der Regel am Samstag, dem nächsten Werktag, zugestellt werden sollen. Es ist jedoch erst am Samstag darauf, dem siebten Werktag, um 13:39 bei mir zuzustellen versucht worden, heißt es auf der Benachrichtigung. Es war »leider nicht möglich«. Ich war allerdings zuhause, geklingelt hat es bei mir nicht. Abholung frühestens ab dem achten Werktag möglich.

2021-03-25. MALHEUR #226.

Der i.d.R spätestens zweite Werktag nach Absenden hat natürlich nicht geklappt. Dreieinhalb Werktage lang wurde mein Paket in meiner Ziel-Stadt für den Weitertransport vorbereitet, in der es nach einem Tag schon gelandet war. Am zweiten Werktag hatte die Verfolgung behauptet, es werde voraussichtlich dann auch zugestellt, aber auch am dritten Werktag steht da immernoch lediglich, es werde für den Weitertransport vorbereitet. Eine voraussichtliche Zustellung gibt es gar nicht mehr.

Der Absender hatte in der Versand-Mail sehr viel mehr Erfahrung bewiesen, mal sehen ob diese Prognose bis spätestens morgen vielleicht hinhauen wird.

Der Absender hat mir am heutigen 30.03.2021 eine höchsterfreuliche Email geschickt:

Das Paket ist an seinem vierten Werktag seit Absenden in meinen Briefkasten gestopft worden. Ohne Klingeln, ohne Unterschrift.

2021-03-20. MALHEUR #224.

Moment, die voraussichtliche Zustellung beträgt ja gar nicht »1-2 Werktage« ab Samstag! Montag, Dienstag und Mittwoch sind ja drei! Naja, ist ja nur ein bedauernwerter Einzelfall.

Hinterher ist man immer schlauer. Die Paketankündigung, die der Werbung widersprach, stimmte zwar mal wieder nicht; es wurde tatsächlich am zweiten Werktag zugestellt, aber der Zusteller bucht dabei platte Lügengeschichten in die Verfolgung.

Ich habe der Empfängerin eine Nachricht geschrieben, daß sie bitte einmal ins Treppenhaus schauen möge, ob ein Paket »kontaktlos bei der Empfängerin (orig.)« vielleicht doch nur wortlos ins Treppenhaus gestellt worden sei. Und ja, ohne meine SMS hätte die Empfängerin (orig.) keine Ahnung von der Zustellung gehabt. Kein Klingeln, gar nichts. Mal wieder eine Ninja-Zustellung. DHL, ich hasse Sie.

2021-02-24. FORTUNA #95 MALHEUR #219.

Hätte hätte Fahrradkette.

Es ist zwar schlußendlich doch innerhalb der zwei Werktage angekommen, aber ungeklingelt bei meiner Nachbarin. An meinem Smartphone sah ich, zuhause sitzend, plötzlich die Meldung einer erfolgreichen Zustellung. Ich bekam gleich Angst, denn das heiße ja, bei mir?! Aber es stand tatsächlich auch ein Name in der Verfolgung. Beim dortigen Klingeln sah ich, daß ein Zettel außen an der Tür flatterte, es hätte also jeder Hans und Franz das Paket bei der wenige Wochen neuen Nachbarin ankommen können, die ich selbst noch nicht wiedererkannt hätte.

2019-10-17. FREUNDE #36.

Ich zitiere einen Kumpel:

»Aaaaahhhh
Paket heut wieder beim Absender gelandet.
#Retourensohn

Zum 3. Mal in diesem Quartal.
Gebäude/Hausnr unbekannt. Adressprüfung veranlassen.

steht da glaub ich auf dem weißen Sticker.
Auf letzteres wurde offensichtlich verzichtet«

»Funfact: Name diesmal mit ›ß‹, wie er an der Klingel steht. Dann gibt’s halt das Gebäude nicht
Sonst ist ja anscheinend eher die ›ß/ss‹ Problematik«.

Das Foto ist ihm vom Absender geschickt worden, das Paket ist noch lange nicht bei ihm.

2018-12-21. MALHEUR #167.

Na, siehste. All die jungen FORTUNAE haben mich schon verunsichert.. Aber neinnein.

Ich wartete am Donnerstag, dem dritten Werktag seit Absendens auf ein Paket, und es werde vor dem frühesten vierten Werktag das Ziel-Paketzentrum wohl nicht mehr verlassen. Und ja, all die Zeit hat die DHL in wer Werbung von Werktagen geschrieben, nicht von Wochentagen. Und ja, wir hatten jetzt Weihnachten dazwischen. Wenns an Weihnachten läge, frage ich nur zurück, ob die DHL denn 365 Tage des Jahres Weihnachten feiere? Es klappt ja das ganze Jahr über zu nur rund 25% der Sendungen, daß mal etwas »in der Regel« zugestellt werde.

Am Freitag, dem vierten Werktag, sah es so auch nicht so aus, als würde das Ding bei mir sein. Die Paketverfolgung stand erst bei ⅗: vor zwei Werk- und vier Kalender-Tagen »wurde [es] im Paketzentrum bearbeitet« und werde als nächsten Schritt weitertransportiert. Ich blieb gespannt.

Aus dem Folgenden war zunächst ein MALHEUR #168 geworden, es zeigte sich dann aber, daß es hierher gehöre:

Am Donnerstag, dem dritten Werktag war ich den ganzen Tag zuhause gewesen, ach und meine Klingel funktioniert. Am Freitagnachmittag, dem vierten Werktag, fand ich dennoch zufällig eine Benachrichtungskarte, daß am Donnerstag eine Sendung nicht zugestellt werden konnte und ich sie in der Filiale abholen könne. Ich war gespannt, was denn für ein Paket das sei, da ich laut mir bekannten zwei Paketverfolgungen nichts gestern zuzustellen Versuchtes erwartete.

Es war dieses MALHEUR #167, das am Freitag laut Verfolgung noch im Paketzentrum lag, aber seit Donnerstag in der Filiale auf mich wartete.

2018-04-04. FREUND #24.

Es handelt sich um einen Kühlschrank, der beim Mediamarkt gekauft geliefert werden soll.

Per DHL.

Es beginnt mit einer Email, in der die Lieferzeit zwischen 9:30 und 13:30 angekündigt wird. Den offenbar ganzen Tag sogar blieb die WG-Mitbewohnerin also zuhause. Nichts klingelte, stattdessen kam eine weitere Email:

Der übliche Hinweis auf die Benachrichtigungskarte führte ins Nichts: Es gibt natürlich wieder einmal keine. Es wird verabredet, daß der andere Teil der WG auf dem Arbeits-Heimweg mal in der benachbarten Postfiliale nachfragt, ob vielleicht das Paket schon da sei, weil keine Karte erhalten, und falls, daß man dann zu zweit das gute Ding iiirgendwie abholen müsse.

Tatsache: Das Paket war heute, am selben Tage und nur eine Stunde nach der geplanten Zustellung – nicht erst am nächsten Werktag ab 11 Uhr wie sonst üblich – schon seit einem unbekannten Zeitraum in der Filiale. Die Mädels telefonierten sich also schnell zusammen.

Dann wurde der Herr hinterm Tresen stutzig, weil er nach erstmaligem Widerspruch auf deren Beharren hin bemerkte, dass das Paket ja tatsächlich heute und nicht bereits gestern hatte zugestellt werden sollen. Denn am Zustelltag werden keine Pakete in Filialen geliefert, das passiert immer erst am Vormittag darauf. Er sprach dann selbst die Vermutung aus, der Zusteller habe wohl direkt aufgegeben und wäre gar nicht erst bei denen vorbeigefahren, sondern habe direkt die Filiale als erste Station angefahren.

Diese Vermutung wird gestützt durch die Beobachtung, daß das Paket eine einzige Minute nach dem Einladen, eine Stunde vor geplanter Zustellung, schon nicht zustellbar gewesen sei; und eine weitere Minute später, immernoch rund eine Stunde vor Beginn des Zustell-Zeitfensters, als nächstes in die Filiale gelangen würde.

Warum läßt man sich beim Mediamarkt wohl einen Kühlschrank liefern und ist dafür den ganzen Tag zuhause? Möööglicherweise, weil man nicht die Mittel zum Transport hat. Was muß man tun, wenn der Kühli aber nicht einmal anzuliefern versucht wurde, sondern ungeklingelt und unbenachrichtigt in eine Filiale gebracht wird? Richtig: Man muß ihn transportieren.

Mir fallen viele Schimpfworte ein, die ich hier im Blog aber tunlichst meiden will.

Der Kühlschrank wurde dann auf einem Longboard nach Hause gebracht.

ERGÄNZUNG 2018-04-09:

Am vierten Tag nach dem Drama kam die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten.

2004-09-01. MALHEUR #0.

Seit ich hier eingezogen bin, habe ich die meiste Zeit einen Beruf gehabt, der mir erlaubt, erst mittags oder frühnachmittags an arzubeiten zu fangen. So ergibt es sich, daß viele Zusteller inzwischen gezielt bei mir klingeln, wenn die Empfänger –meine Nachbarn– zur Zeit nicht im Hause sind, um eine Sendung bei mir abzugeben. Fast alle Nachbarn freuen sich alle wenige Tage darüber, daß sie nicht irgendwohinfahren müssen, um ihre Sendung zu erhalten.

Manche Zusteller klingeln aber nicht bei mir, weil die Nachbarn nicht öffnen, sondern klingeln sie bei mir, weil ich da bin. Das macht doch keinen Unterschied? Oh doch.

Wenn Nachbarn sich vor meiner Tür wundern: »Komisch, ich war doch zuhause zu der Uhrzeit, die hier draufsteht! Bei mir hat es gar nicht geklingelt..?«, dann halten sie stets eine Benachrichtigungskarte in der Farbe gelb in ihrer Hand: von der DHL. Es wird also von dem gelben Zustellungs-Großunternehmen inzwischen oftmals gar nicht mehr versucht, es direkt zuzustellen, wenn ich auf das Klingeln sogleich öffne und teilweise für vier Nachbarn gleichzeitig Pakete und Päckchen im Flur stehen habe.